Monday Morning Gunk

Augen auf, wem gehört der nackte Körper neben mir? Janiii, Juuul…Leee…wie auch immer.

Ich steh auf und schleife meinen angefauelten Leichnam Richtung Küche. Kaffee und Kippe bitte und dann weitersterben. Was war da gestern los? Noch vor 6 Stunden war ich unschuldig im Club feiern und jetzt das! Zugegeben, so unschuldig kann ich nicht gewesen sein. Im Adamskostüm steh ich, Kippe in der rechten und Kaffee in der linken Hand, vor meinem Bett und betrachte mein Werk. Die Frau die da liegt ist nicht hässlich. Aber sie sieht mitgenommen aus und ich kann mich nicht erinnern ob das an mir oder am Club liegt.

Ein Tag zuvor: direkt am Türsteher vorbei.”Kann losgehn jetz”, denk ich mir und im selben Moment muss ich feststellen das meine Sprache schon wieder arg unterm Alkoholpegel ertrinkt, auch wenns nur in meinem Kopf passiert. Das Tattoo im Gesicht vom Türsteher imponiert mir, gleichzeitig kommt mir ein Bild von Benjamin Blümchen als Intimtattoo in den Kopf das ich mal auf einem Bild gesehen habe. Vielleicht versteckte Affinitäten die ich noch nicht kenne? Au, schnell weg damit.

Die ersten zwei Absätze haben mich 4 Kippen gekostet.

Gemächlich betrete ich den Eingangsbereich des Clubs, die hohen Decken lösen in mir die altbekannte Demut aus, die ich immer verspürte wenn ich mit meiner letzten Freundin schlief. Wir waren grandios. Jack und Meg White,Bonnie und Clyde, Bud Spencer und Terence Hill, sie hätten es alle nicht besser hinbekommen.

Die Flut von Bässen die vom oberen Floor in meine angeschlagenen Hörmuscheln drängt, lässt erahnen wie der Abend aussehen wird. Garderobe, weil man schwitzen wird, dann Bar und ein bisschen Puder für die Nase. Meine Gedanken beim Einlass begradigten sich: “Jetzt kanns losgehen!”. Ich verlasse das Klo, betrete die Tanzfläche und fange an zu schwimmen. Sub:Stance-Nacht! Und so fühlt es sich auch an, die infernalen Bässe, die Hitze schwitzender Körper, die nachlassende Wirkung des Pulvers von vor 3 Stunden und die Flut von Alkohol die sich irgendwie verselbstständigt hat und mich zu überschwemmen droht, all das geht an die Substanz.

Die erste Müdigkeit macht sich breit. Nach 2 durchzechten Nächten und 4 Stunden drauf kann das schon mal passieren. Leicht lethargisch tanze ich noch eine bisschen und beschliesse eine Auszeit zu nehmen. Ein folgenschwerer Fehler wie sich noch rausstellen sollte.

Irgendwas greift nach meiner Hand. Irgendwas, irgendwer greift nach meiner Hand. Ich versuche die Augen zu öffnen, was reichlich schwer fällt wenn die Lider drei Nächte schwer sind. Vor mir steht ein Typ mit heruntergelassener Hose. Seine rechte Hand macht eindeutige Bewegungen, seine linke greift meine Hand. “Sch*#??*, Fuck man geh weg!”, schrei ich ihn an und spring auf. Bittere Enttäuschung macht sich in seinem Gesicht breit. Sofort entschuldigt er sich, zieht seine Hose hoch und bettelt nach einer friedlichen Lösung für diese Situation. Ein bisschen tat er mir leid, so freundlich wurde ich noch nie belästigt! Scheisse, da war es wieder, dieses Benjamin Blümchen Bild. Ich schubse ihn beiseite und laufe Richtung Bass. Meine Hand schmerzt, nicht verwunderlich wenn man beim Rauchen einschläft. Ich guck auf die Uhr: 12:51, Mittags! “Scheisse, das war ne viertel Stunde Schlaf.”, ich beschloss wieder Tanzen zu gehen.

Die Wirkung des Alkohols hatte mittlerweile komplett den Haushalt übernommen, rückenmarkgesteuert und müde verbringe ich noch eine Weile beim Zappeln bis der DJ endlich die Anweisung gibt. Die Rollos fahren hoch und gleißendes Tageslicht durchflutet den dunklen Raum. Die Luft ist feucht, riecht nach Fleisch und die Menge beginnt zu toben. In dem Moment blicke ich in diese unbeschreiblichen goldgelben Augen, vom Sonnenlicht durchflutet prügeln sie mir mit aller Härte ein weswegen ich heute feiern bin. Der Rest ist sporadische, bedeutungslose und langweilige Routine.

Langsam wacht sie auf, sie räkelt sich und dreht sich zu mir. Ihre Augen haben ihren Glanz verloren.

-”Zigarette?”
“Kaffee!”, antwortet sie.

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Sorry,aber die Überschrift ist zur Zeit auf Erholungsurlaub!

Was passiert wenn zwei Seelen sich im dunklem begegnen, sich fühlen aber nicht zueinander finden weil die eine sich ständig mit dem Knie am Tischbein stößt und die andere dummerweise heute das schwarze Shirt angezogen hat. Hören können… sie sich im übrigen auch nicht, denn das sich stoßende Seelchen hat im Alter von 5 Jahren ganz miesen Umgang gehabt, sodass es beim benutzen eines Ohrstäbchens von einem sehr fragwürdigem Freund erschreckt wurde und das Stäbchen zu tief ins Ohr drehte. Der Freund heisst übrigens Achim und sitzt im Kopf. Achim ist das kleine fiese Männlein das dafür sorgt das man sich schlecht fühlt nachdem man der Frau aus der Wohnung über einem wieder Hundekacke in die Schuhe getan hat, weil sie sich schon wieder beim Vermieter über den Lärm beschwert hat, obwohl ihre Bälger jeden Morgen mit Holzlöffeln bewaffnet Trommelsolos auf den Heizkörpern proben. Ihr werdet euch vielleicht Fragen warum das sich stoßende Seelchen nicht einfach mit dem anderem Ohr hören kann. Nun, das ist ein Jahr vor dem Ohrstäbchenunfall einfach abgefallen. Der Arzt meinte sowas kann schon mal passieren. Das Seelchen kam dennoch gut zurecht. Ausser im dunklem eben. Das schwarze Seelchen rief und schrie, doch ohne Erfolg. Es hatte all diese Probleme nicht. Nur die Kette am Knöchel störte ein wenig. Die hatte ihr Franz Urcht ans Bein gebunden, mit den Worten: ” Sowas kann schon mal passieren!” Ernüchtert von der Gesamtsituation, mit der beide Seelen unzufrieden waren, stellte das schwarze Seelchen das Rufen und Schreien ein, setzte sich in den Schneidersitz und rümpfte die Nase. ”Wenn hier nicht bald was passiert geh ich wieder zum Kopf und lösche Achim seine Pornosammlung”, dachte es sich. Und als hätte der Liebe Herrgott den Klodeckel geöffnet, öffnete sich plötzlich eine Tür am Ende des Raumes und Zora Ufersicht trat herein. Sie schaltete den Schalter im linkem Vorhof an und Licht erhellte den ganzen Raum. Alles in allem war es ein recht hässlicher Raum mit roten und blauen Rohren an den Wänden und einer geschmacklosen, dunkelroten Tapete. In der Ecke direkt hinter dem nun vertrottelt drein schauenden Seelchen mit nur einem Ohr, war ein kleiner Knoten der rhythmisch pulsierte. Sah ein bisschen aus wie der springende Punkt, aber er war es nicht. Das dumme kleine Seelchen saß noch immer am Boden und rieb sich das Knie. Da erblickte es mit heller Freude das schwarze Seelchen gegenüber im Raum. Schnurstracks rannte es auf die Angekettete zu. Dort angekommen befreite das einöhrige Seelchen seine neue Freundin. Zora nahm die beiden bei der Hand und sprach:” Sowas kann schon mal passieren,is n übles Viertel hier. Aber das wird schon wieder!”

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Mindestens haltbar bis….

Plötzlich ist es wieder da. Dieses Bild. Übermannt vom Alltag, untervögelt von der Schlampe Namens Abwechslung. Jede Woche dieselbe Abwechslung, Drogen, Sex…hauptsache betäubt,damit der seelische Zerfall etwas bunter ausgestaltet wird. Konservierung nennt man das dann. Leben aus der Konserve, wie auch immer man das interpretieren will. Ständig die Angst im Nacken etwas zu verpassen. Das eingestanzte Verfallsdatum ist dein engster Verbündeter, sowie der Stiefel in deinem Gesicht.

Wochenende. Berlin schreit nach dir. Husch husch, schnell schnell, ab auf die Piste du kleine Hure, geh und lutsch den Schwanz der Konsumgesellschaft. Fröhne, sündige und löhne dafür! Betäube dich oder ersaufe in deinem Selbstmitleid. Aber warte nicht auf den Engel der dich aus diesem Sumpf zieht. Du hässliche Seele wirst elendig ersticken, nach und nach verkümmern, einfach untergehen!

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Alte Zeiten

Einst war er high vor Glück. Dann kam das Ende und ohne Stoff die Schmerzen zurück.
Und wenn er die Predigten der Anderen hörte, von den alten Zeiten und wie gut alles früher war, dass wir armen Seelen zu spät auf die Welt kamen um die Stones zu sehen, oder das gute Koks zu schnupfen das es noch im Studio 54 gab, dann lief in ihm immer ein ganz anderer Film. Die Leinwand seiner Seele, von Whiskey durchtränkt und beschmutzt mit den Körperflüssigkeiten seiner nächtlichen Eskapaden. Unbedeutende Ficks, die wie kleine Kratzer auf einer Tommy Stinson Platte aus echtem Vinyl ihr Dasein fristen. Ja, damals war noch alles besser.

Er liebte den wohlig warmen Sound von Vinyl. Ein analoger Kerl in einer digitalen Welt!

Im Geiste vernebelt und im Herzen verrußt, nach 20 Stunden drauf kann das schon mal passieren. Und niemand anwesend der den Stecker zieht. Keine frischen Brötchen zum Frühstück um den Kater zu mindern, kein warmes Bett um die Nacht zu überstehen. Nur der Geruch von kaltem Rauch in der Luft, der Ekel vor sich und den Flecken im Laken.

Doch er liebte den Klang von Vinyl…

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Lied vom Abschied

Guten Tag!

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Headlines werden überbewertet!

So viel dazu. Diverse unvollendete Gedanken und mangelnder Einfallsreichtum hindern mich gerade daran auch nur 3 annährend gescheite, mir entsprechende Zeilen zu schreiben. Staub und Spinnweben ziehen sich langsam durch den Blog. Artikel liegen benutzt und ausgelutscht in irgendeinem Archiv, hinter irgendeiner Adresse in den Weiten dieses Webspaces. Links betteln nach Aufmerksamkeit und sehnen sich nach wohlig warmen Cursorklicks. Mein Unvermögen aus dem Alltag Ideen zu schöpfen schlägt mir aufs Gemüt. Von Zeit zu Zeit keimt ein Gedanke in mir auf der dann irgendwo auf dem Weg durch Hirnwindungen und Synapsen auf Grund von abebbendem Aktionspotentialen in den endlichen Weiten meines Zerebralen Kortex verhungert und verrottet.

Das hier ist nicht das Revival des Chandosbriefes und auch keine falsche Bescheidenheit. Ich bin gelangweilt von diversen wiederkehrenden Gedanken und Wortspielen! Gerade lese ich noch einen Artikel, nicht meiner, viel erfrischender und anders. Ein Schreibstil der mir Bestätigung einprügelt! Worte die Bilder von rattendurchtränkten Dreckslöchern und modernden Tapeten, Scheisse die bis unter die Decke reicht und exzessiver Selbstzerstörung in mir erzeugen. Begleitet von einem dezent poetischen Beigeschmack und dem Hauch von Morbidität der dem ganzen die Würze verleiht, sprechen mich diese Zeilen auf wundersam extreme Weise an. Von kurzer Euphorie wachgerüttelt trottet mein Cursor dann gemächlich auf jene verrotteten Artikel zurück die meiner Feder entsprungen waren PUNKT

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Time won’t let us stop!

Es ist Donnerstag, 3 Uhr Morgens im Mai. Zeit für Artikel Nummer 4! Dieser Artikel ist wie viele meiner 3 Artikel (haha), reines Gedankenspiel.

Der Abend begann mit einer Runde aus Menschen die mir nicht ganz geheuer waren. Bislang! Wie ich erleben durfte, sind viele meiner “verloren” geglaubten Mitmenschen doch nicht so verloren wie Anfangs vermutet. Viele habe ich heute Nacht schätzen gelernt.

Der Abend begann, wie schon gesagt, in einer gemütlichen Runde aus 7-15 Leuten, welche ich größtenteils nur vom Sehen her kannte. Quatschen, feiern, Dummheiten machen (vorlöten inklusive), so verbrachten wir unsere restlichen mittwöchentlichen Stunden. Wir hatten ein Ziel:  zur jüngsten Stunde des Donnerstags, ab in Club! Für mich eine Premiere, nicht etwa weil ich zum ersten Mal nach 0 Uhr gen Club aufbrach, sondern weil der Club selbst für mich das erste Mal war. Ankunft: Terminierung der letzten toxischen Mixturen, ne kurze Kippe vor dem Einlass und ein letztes Mal dumm gelabert, bevor die infernalen Bässe des Clubs unsere Ohren betäuben sollten.

Nix da! Ikea mag mich nicht. Dem Schrank am Einlass gefällt meine Hose nicht! “Die hat 120 Euro gekostet”, argumentiere ich und polierte den materiellen Wert meiner 80 Euro Hose etwas auf. Ohne Erfolg! Der Türsteher, vermutlich ein Schrank aus der Aspelund-Serie, blieb eisern! Ich trete bei Seite und lasse die Schlange hinter mir passieren. ” Uh, eine zweite Schrank-Kontrolle”, dachte ich mir und versuchte mich zu den nächsten Türstehern durchzumogeln. 5 Minuten und einen weiteren fruchtlosen Versuch später, sehe ich ein, dass es keinen Zweck hat: dieser Club ist nichts für mich! Bei diversen Kontra-Argumenten, als da wären: Bei 3 Mal mieser Mucke, wie “Classic”,” R’n'B” und “House” (nichts gegen House), gemixt von einem einzigem DJ, auf einem einzigem Floor (und das war der springende Punkt), hätte mir vorher auffallen sollen, dass dieser Club nicht zu meinem Metier gehört.

Nun gut, mal abgesehen davon, dass die Gruppe hinter mir die Pforten des Clubs, dessen Name hier nicht genannt wird, aber mit “D” anfängt und mit “ante” endet, auch nicht passieren durfte, weil der Schrank, ähm,  *räusper* Türsteher!

Berliner Türsteher ( Ikea Schrank aus der “Aspelund” Serie)

fälschlicherweise annahm, sie würden zu mir gehören, wurde der Abend immer besser. Kein unnötiges Geld Ausgeben um den Pegel zu halten, kein Stress mit Rausschmeißer etc. .

Fazit des Abends war folgender: Schicki-Micki-Clubs sind nichts für mich! Ein Abend, ohne Club kann auch amüsant sein, solang man genug intus hat und Prostituierte am Hackeschem Markt sind sehr höflich!

Spass beiseite, ich bin kein Verfechter der “Keine-Party-ohne-Alkohol-Theorie”, aber ein Bestreiter der “Wenn-ich-schon-Geld-für-Alk-ausgebe-möcht-ich-auch-tanzen-Auffassung”. Nichts desto Trotz wurde ich heute Morgen eines besseren belehrt. Nette Persönlichkeiten, gute Freunde und neue Bekannte machen das Leben mindestens genauso lebenswert wie ein guter Abend im Club!

Meiner Meinung nach sind dies auch die Dinge, die eine Nacht erst zu “der Nacht” machen. “Das Pferd von hinten aufzäumen” quasi. “Ohne Backstein keine Mauer!” Ich kann euch nicht sagen, ob es einer dieser Gedanken war, der mich dazu bewegte mich auf eine gut befahrene Straße Berlins zu legen, aber eines ist sicher: Wer jemals in den frühen Morgenstunden einer vermeintlichen Berliner Clubnacht auf einer schwach belichteten Hauptstrasse gelegen hat und den Nachthimmel beobachtete, weiss was ich an dieser Stadt so liebe.

Berliner Strasse + Autor = Jumbo Love

Die Stille einer 3 Millionen-Stadt vermag auf den ersten Blick nicht allzuviel herzugeben, aber der einzige Mensch bis zum Horizont zu sein, das Zwitschern der Vögel zu hören, den milden Abendwind im Gesicht zu spüren und den Duft eines nahenden Sommers wahrzunehmen, ist eines der schönsten Dinge für mein kleines Berliner-Herz.

Mit den Worten von Randy Pausch: “…the man had a slight smile on his face, the kind of absentminded smile a person might have when he’s all alone, happy in his own thoughts.”(Zitiert aus “The last Lecture” by Randy Pausch), verabschiede ich mich und wünsche euch eine angenehme Nacht !;)

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